Das Jahr neigt sich dem Ende zu, aber unser Widerstand gegen Rassismus soll weiter gehen. Die erfolgreichen Proteste gegen den AfD-Bundesparteitag in Hannover mit 9.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern haben nochmals gezeigt wie wichtig es ist, dass wir uns in Aufstehen gegen Rassismus bundesweit zusammenschließen und gegenseitig unterstützen. Die AfD hat auf ihrem Parteitag einen weiteren Rechtsruck vollzogen: Der Nazi-Flügel um Björn Höcke ist so stark wie nie. Gauland und Meuthen werden als Parteivorsitzende dem Flügel keine Steine in den Weg legen, sondern ihm im Gegenteil den Weg ebnen. Doch auch bei jenen, die nicht zum Flügel gehören, kann man schon lange nicht mehr von „Gemäßigten“ sprechen. Der gemeinsame Nenner der AfD ist Rassismus.

Die Aufregung der AfD über unsere Proteste wie auch die Adelung unserer Aktionskits durch Beatrix von Storch haben in den letzten Tagen nochmals gezeigt, wie gefährlich Aufstehen gegen Rassismus für die AfD geworden ist.
Unser Engagement wollen wir auch im kommenden Jahr 2018 fortzusetzen – dafür sind wir auf eure Unterstützung und Spenden angewiesen.

Beatrix von Storch (AfD) adelt die Aufstehen gegen Rassismus-Aktionskits im Bundestag

Vergangenen Mittwoch sollte im Bundestag auf Antrag der AfD über “Linksextreme Gewalt gegen demokratische Parteien” debattiert werden. Mit diesem neuerlichen Versuch, sich als Opfer darzustellen ist die AfD gescheitert. Parteiübergreifend haben Abgeordnete deutlich gemacht: Das Problem politisch motivierter Gewalt ist der heftige Anstieg rassistischer Anschläge und Übergriffe. Im ersten Halbjahr 2017 wurden über 400 Übergriffe gegen Muslime gemeldet – 80 Prozent davon trafen Frauen. Die Dunkelziffer liegt noch weitaus höher. 2016 gab es laut offiziellen Polizeizahlen 91 Anschläge auf Moscheen, 995 Angriffe auf Flüchtlingsheime und insgesamt 23.500 rechtsextreme Straftaten – alles deutliche Zunahmen im Vergleich zu den Vorjahren. Die geistige Brandstifterin hinter diesem Anstieg der Gewalt ist die AfD.

Bild anklicken, um das Video ihrer Rede im Bundestag abzuspielen

Für den Höhepunkt der Debatte sorgte Beatrix von Storch von der AfD: Sie trat mit einem Aufstehen gegen Rassismus-Aktionskit ans Rednerpult und wetterte gegen die Aktivitäten unseres Bündnisses. Inhalt der Aktionskits mit der Aufschrift “Rechte Hetze fachgerecht entsorgen”: Trillerpfeifen, Faltblätter, Flatterband, Warnweste und Müllbeutel. Von Storch forderte unsere Unterstützer*innen unter den Bundestagsabgeordneten auf, sich von Aufstehen gegen Rassismus zu distanzieren. Das Gegenteil ist passiert: seit der Rede haben 650 Menschen den Aufstehen gegen Rassismus-Aufruf unterschrieben – darunter auch einige Bundestagsabgeordnete. 180 Bestellungen für Aktionskits sind bei uns eingegangen und Zehntausende haben im Internet ihre Unterstützung für unsere Aktivitäten kund getan.

Deine Spende, damit es 2018 heißt: Aufstehen gegen Rassismus

Dass uns die AfD offenbar als einen so relevanten Gegner wahrnimmt zeigt: das Engagement tausender ehrenamtlicher Aktivist*innen in 40 lokalen Gruppen und als Stammtischkämpfer*innen wirkt. Aufstehen gegen Rassismus intervenierte in diesem Jahr erfolgreich in die Landtags- und Bundestagswahlkämpfe. 1.113.000 Flugblättern, eine halbe Million Aufkleber und 78.000 Plakate haben wir produziert, verschickt und verteilt. Zu den von uns mit organisierten Protesten gegen die AfD-Bundesparteitage in Hannover und Köln kamen tausende Menschen und haben gezeigt: Unsere Alternative heißt Solidarität. In den vergangenen 12 Monaten fand im Schnitt jeden Tag ein Stammtischkämpfer*innen-Seminar statt, deren Teilnehmer*innen sich ermutigt und befähigt haben, in Alltagssituationen gegen Rassismus aufzustehen.

Das alles wurde finanziert durch zahlreiche Spenden hunderter Unterstützerinnen und Unterstützer. Um diese Aktivitäten auch im kommenden Jahr fortsetzen zu können, sind wir auf eure Spenden angewiesen. Schon fünf Euro helfen weiter, damit es 2018 weiter gehen kann. Spendenkonto und Paypal