Stammtischkämpfer*innen

10.000 Stammtischkämpfer*innen bis zur Bundestagswahl 2017!

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Was sind Stammtischkämpfer*innen?

Die Erfolge der Alternative für Deutschland gehen einher mit einem gesamtgesellschaftlichen Rechtsruck in vielen Bereichen.
Wir alle kennen das: In der Diskussion mit dem Arbeitskolleg*innen, dem Gespräch mit der Tante oder beim Grillen mit dem Sportverein fallen Sprüche, die uns die Sprache verschlagen. Später ärgern wir uns, denken, da hätten wir gerne den Mund aufgemacht, widersprochen, die rechten Parolen nicht einfach so stehen lassen.
Hier wollen wir ansetzen und Menschen in die Lage versetzen, die Schrecksekunde zu überwinden, Position zu beziehen und deutlich zu machen: Das nehmen wir nicht länger hin!
Dabei ist klar: Der Stammtisch ist überall: An der Kasse des Bio-Supermarktes, auf dem Spielplatz, in der Bahn oder in der Uni-Lerngruppe. Aber: Wir sind auch überall und wir können durch Widerspruch, deutliches Positionieren und engagierte Diskussionen ein Zeichen setzen, die Stimmung in unserem Umfeld beeinflussen und unentschlossenen Menschen ein Beispiel geben.
Dazu wollen wir uns in Trainings mit Strategien beschäftigen, die uns ermöglichen, den Parolen der AfD und ihrer Anhänger Paroli zu bieten, wir wollen gängige rechte Positionen untersuchen und wir wollen gemeinsam üben, das Wort zu ergreifen um für solidarische Alternativen zu streiten.

Was genau passiert während eines Stammtischkämpfer*innen-Seminars?

Ein komplettes Stammtischkämpfer*innen-Seminar dauert 6 Stunden (Pausen nicht mit eingerechnet). Für diejenigen, die sich erst mal einen Eindruck verschaffen wollen oder nicht so viel Zeit haben, bieten wir auch eine 90-minütige Einführung an.
Ein 6-stündiges Seminar besteht aus vier Modulen. Die Übungen und Module dienen dazu den Teilnehmer*innen Argumente mit auf den Weg zu geben, aber auch unterschiedlichste Hemmschwellen abzubauen und sie zu ermutigen in Zukunft öfter einzuschreiten.
Zum Einstieg wollen wir uns darüber austauschen, in welchen Situationen wir schon mit rechten oder rassistischen Parolen konfrontiert wurden, wie wir reagiert haben oder aus welchen Gründen wir nicht eingeschritten sind. Wir wollen mit den Teilnehmer*innen in einen Erfahrungsaustausch kommen, um so auch von den Erfahrungen der anderen lernen zu können.
Anschließend wollen wir uns mit gängigen rechten und rassistischen Parolen auseinandersetzen und gemeinsam überlegen, wie wir auf diese reagieren können. Dabei wollen wir uns auch damit beschäftigen, wie die Situation in der wir uns befinden Einfluss auf unsere Handlungsmöglichkeiten hat. Also mit der Frage, wie ich bspw. in der Straßenbahn auf einen rassistischen Kommentar reagiere und wie am Abendbrottisch mit der Familie.
Nach dem theoretischen Teil wollen wir etwas praktischer werden. Mit einer kleinen Übung wollen wir zunächst lernen die Schrecksekunde zu überwinden und schlagfertiger zu werden.
Abhängig von der Gruppengröße und den Wünschen der Teilnehmer*innen und Organisator*innen wollen wir zum Schluss entweder eine kleine Rollenspielübung machen oder eine andere Form der Gruppenarbeit. Ziel dieser letzten Übung ist es jeweils an einem konkreten Beispiel einmal zu überlegen und zu üben, wie wir als Außenstehende eingreifen können, wenn wir mitbekommen, dass Menschen diskriminiert werden oder rechte Hetze verbreitet wird. Dabei sammeln wir Handlungsmöglichkeiten, wie wir Betroffene unterstützen und wie wir andere Menschen motivieren können mit uns aufzustehen und einzuschreiten.

Das haben wir bisher erreicht:

Seit August letzten Jahres sind wir mit den Stammtischkämpfer*innen im gesamten Bundesgebiet unterwegs. Wir haben Seminare bei Gewerkschaften und Parteien abgehalten. Waren in Kirchen, Schulen und auf Festivals und wurden von Willkommensinitiativen und Umweltverbänden eingeladen. Wir waren auf großen Konferenz und bei kleinen Wohnzimmerseminaren.
Wir haben über 200 Seminare durchgeführt und dabei über 3500 Stammtischkämpfer*innen ausgebildet. (Stand Mai 2017)
Mittlerweile sind die Stammtischkämpfer*innen eine der größten und dynamischsten Projekte im Bereich Kampf gegen Rechts geworden. Jedes Wochenende finden bundesweit mehrere Seminare statt. Dadurch werden immer mehr Menschen aktiv gegen rechte Hetze und Parolen.
Werde auch du Teil der Stammtischkämpfer*innen!

Wie werde ich Stammtischkämpfer*in?

Bundesweit werden regelmäßig Schulungen angeboten. Ob bei dir in der Nähe eine Stammtischkämpfer*innen-Ausbildung stattfindet, kannst du im #Aufstehen-Netzwerk einsehen. Wenn du dir einen Account anlegst, wirst du über neue Angebote und Veranstaltungen in deiner Umgebung informiert. Sollte es bei dir in der Nähe kein Seminar geben, kannst du auch selbst eins organisieren.

Wie kann ich selbst eine Stammtischkämpfer*innen-Seminar organisieren?

Um unser Ziel zu erreichen, 10.000 Stammtischkämpfer*innen bis zur Bundestagswahl auszubilden, sind wir darauf angewiesen, dass du in deinem Ort, Stadtteil oder Organisation ein Seminar organisierst. Wir unterstützen dich dabei, indem wir dir Teamer*innen für ein Seminar vermitteln.
Wie das genau funktioniert und welche Infos wir dazu von dir brauchen, erfährst du hier.

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Wie werde ich selbst Teamer*in für die Stammtischkämpfer*innen-Ausbildung?

Wir bieten regelmäßig Schulungen an, um Teamer*innen fortzubilden.
Hast du Lust aktiv gegen rechte Hetze zu werden? Hast du schon ein bisschen Erfahrung im Bildungsbereich? Macht es dir Spaß dein Wissen weiterzugeben und andere Leute zu motivieren ebenfalls aktiv zu werden und den Mund aufzumachen gegen rechte Parolen? Dann schreibe uns eine Mail an stammtisch@aufstehen-gegen-rassismus.de. Du bekommst dann von uns die Einladungen zu den Fortbildungen für Teamer*innen. Zusätzlich kannst du auch ins #AufstehenNetzwerk schauen. Dort veröffentlichen wir die Termine ebenfalls.