Ein Infostand dient in erster Linie dazu die Kampagne bzw. das regionale Bündnis bekannt zu machen, mit Symphatisant*innen ins Gespräch zu kommen, sie für unsere Arbeit zu gewinnen und Kontakte zu bekommen. Gute Gelegenheiten bieten sich auf Straßenfesten oder antirassistischen Demonstrationen, aber auch bei schönem Wetter in der Fußgänger*innenzone.


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Was braucht Ihr für einen Aufstehen gegen Rassimus-Infostand?

– Flyer, Plakate, Aufkleber (könnt ihr hier kostenlos bestellen)

– Interessiertenliste, Laptop oder Tablet, zum Eintragen von Interessierten

– Spendendose

– falls Ihr eine Veranstaltung, Aktion, ein Stammtischkämpfer*innen-Seminar oder ein nächstes Aktiventreffen plant, Flyer dafür (kopierte reichen vollkommen aus)

 Was kann zusätzlich auf den Infostand, um ihn aufzuwerten?

– Hintergrund-Informationen für Leute, die genaueres über die Positionierung des Bündnisses wissen wollen (zum Beispiel einen ausgedruckten Aufruf des bundesweiten Bündnisses oder gemeinsamen Text des regionalen Bündnisses und eine Liste der Bündnisorganisationen im regionalen Bündnis)

– Dinge, die Ihr verkauft, wie beispielsweise. Aktionskits, selbstgemachte Buttons, bedruckte T-Shirts und ähnliches

– Ein Spaß-Element, das Menschen an den Infostand lockt und es noch einfacher macht, ins Gespräch zu kommen

-Dosen werfen mit aufgeklebten Gesichtern oder Logos von bekannten Rassist*innen

– Eine Foto-Aktion: Bereitet dafür Schilder vor, auf denen so etwas steht wie „Ich stehe auf gegen Rassismus, weil…“ oder „Ich bin gegen die AfD, weil…“ und Leute bitten die Sätze zu vervollständigen, dann jeweils Fotos davon machen und auf Facebook teilen

– Transpi-Aktion: Vielleicht habt Ihr schon ein Transparent mit Slogan, das Ihr auf Eure Proteste mitnehmt oder Ihr wollt ohnehin ein neues malen. Darauf könntet Ihr Unterstützer*innen unterschreiben lassen. So bekommt Ihr am Infostand heraus, wer ein klares Statement gegen die AfD unterschreiben möchte und damit potentiell gewinnbar für Euer Bündnis ist und habt gleichzeitig die breite Unterstützung für euer Bündnis grafisch und jederzeit vorzeigbar eingefangen.

 Was tun am Infostand?

Setzt Euch am Besten vorher ein Ziel, was Ihr mit dem Infostand erreichen wollt. Ziele können sein Mitstreiter*innen für eure Aktionen zu gewinnen, Sympathie und öffentliche Unterstützung für euer Bündnis zu bekommen, Spenden zu sammeln usw.

Leute, die zum Infostand kommen, solltet Ihr unbedingt freundlich grüßen. Wenn sie interessiert wirken, könnt Ihr ein Gespräch beginnen, in dem Ihr anbietet Fragen zu beantworten, sie um die Art von Unterstützung bittet, die Ihr gerade braucht oder die für die Person passend erscheint.
Wichtigstes Argument: Wir werden die AfD nur stoppen, wenn viele Menschen mitmachen. Jede und jeder kann auf seine*ihre Art unterstützen. Schaut Euch dafür das Beispielgespräch im Kasten und die Aktionsideen für Einzelpersonen in diesem Leitfaden an.

Leute, die nicht in eine Aktivengruppe kommen, aber durchaus gelegentlich bei Aktionen mitmachen wollen, könnt Ihr aufs Aufstehen-Netzwerk (setzt natürlich voraus, dass Ihr dort eure Aktionen eintragt). Ihr könnt ihnen ein paar Aufklärungs-Flyer mitgeben und sie bitten diese in die Briefkästen ihrer Nachbar*innen zu werfen. Auch Facebook ist eine gute Möglichkeit damit Leute auf dem Laufenden bleiben.

Beispielgespräch am Infostand mit dem Ziel, Mitstreiter*innen zu gewinnen:

Hallo, kennst du unser Bündnis Aufstehen gegen Rassismus? 

Ja, ihr habt doch neulich in Bielefeld gegen den Besuch von Frauke Petry demonstriert, oder?

Ja, genau. Wir wollten mit unserem Protest sichtbar machen, dass die AfD eine rassistische, antidemokratische und frauenfeindliche Partei ist. Sie darf unserer Meinung nach auf keinen Fall so behandelt werden, als wäre sie eine demokratische Partei. Es gibt bundesweit schon über 30 Bündnisse von Aufstehen gegen Rassismus und gemeinsam wollen wir verhindern, dass die AfD in den Bundestag einzieht.

Das wäre super, wenn die AfD nicht in den Bundestag käme. Aber wie wollt ihr das denn verhindern?

Indem wir hier in Tutlingen und überall da wo die AfD öffentlich auftritt ihnen mit Protesten  den öffentlichen Raum nehmen und uns klar positionieren. Die AfD ist in den Umfragen ja schon ziemlich weit abgerutscht weil es so viele Proteste gab. Wenn wir es jetzt schaffen noch einen Gang höher zu schalten, dann könnten wir sie unter die 5 % drücken. Könntest du dir vorstellen uns dabei zu unterstützen? 

 Im Prinzip schon, aber was kann ich denn tun?  

Es stehen wieder einige Protestaktionen an, bei denen wir unbedingt noch Leute brauchen: der AfD-Bundestagskandidat ist in die Anne-Frank-Schule eingeladen und die AfD plant am Samstag eine Veranstaltung im Gasthof Bierbaum. Bei unserem nächsten Aktiventreffen werden wir die Proteste planen. Möchtest du vielleicht einfach mal vorbei kommen?

Ja, vielleicht schau ich mir das mal an. 

Cool! Dann gebe ich dir mal diesen Flyer. Am besten schreibst auch gleich deine Kontaktdaten in diese Liste und dann bleibst du auf dem Laufenden, über unsere Aktionen.

 Ja, gern. Vielen Dank!


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