Anlässlich des Internationalen Tages gegen Rassismus organisieren Bündnisse und Initiativen weltweit am Samstag, den 16. März 2019 Proteste gegen Rassismus und Faschismus. An diesem Tag sind Versammlungen und Demonstrationen in vielen europäischen Städten geplant, zum Beispiel in Amsterdam, Athen, Barcelona, Glasgow, London, Prag, Warschau, Wien und anderen. Auch Aktivist*innen außerhalb Europas haben ihre Teilnahme zugesagt, so in den USA und Lateinamerika.

In Deutschland ruft Aufstehen gegen Rassismus zum bundesweiten dezentralen Aktionstag auf. In Berlin, Chemnitz, Kiel, Frankfurt, Essen und vielen anderen Städten werden für den 16. März 2019 Veranstaltungen und Aktionen vorbereitet. Je nach Situation vor Ort ist dies ein Foto zur Bekundung der Solidarität, ein Infostand in der Fußgängerzone, eine Stolperstein-Putzaktion, ein Flashmob, eine Demonstration oder etwas anderes.

Wir helfen gern, auch eure Aktion bekannt zu machen. Wenn ihr etwas organisiert, schickt uns die Daten gern per Mail an mitmachen@aufstehen-gegen-rassismus.de Hier und unten auf der Karte findest du die Termine, soweit sie uns bekannt sind >>

 

 

Unser Ziel ist es zu zeigen, dass sich bundesweit Menschen gegen die AfD engagieren und wir uns mit Aktivist*innen im ganzen Land sowie international zusammenschließen. Gemeinsam werden wir am 16. März ein starkes Zeichen der Solidarität setzen. Alle lokalen Gruppen von Aufstehen gegen Rassismus, ebenso wie andere Bündnisse, die sich gegen Rassismus, Nazis und/oder die AfD zusammengeschlossen haben, laden wir ein, sich daran zu beteiligen. Falls du bei der Vorbereitung noch Unterstützung suchst, schreib uns ebenfalls gern an mitmachen@aufstehen-gegen-rassismus.de

Plakate, Schilder und Flugblätter für den 16.3.2019 zum Bestellen oder zum Download findest du hier >>

Titel- und Profilbilder für Social Media zum 16.3.2019 bekommst du hier >>


Hier der Aufruf von “Aufstehen gegen Rassismus” zur Teilnahme am Internationalen Aktionstag gegen Rassismus 2019:

Weltweit aufstehen gegen Rassismus und rechte Parteien.

In den vergangenen Jahren haben extrem rechte Parteien und Bewegungen fast überall auf der Welt an Einfluss gewonnen – in Polen, Ungarn, Österreich und Kroatien, in den USA, auf den Philippinen und in Brasilien bestimmt der Hass der extremen Rechten gegen Migrant*innen, Muslim*innen, Frauen, LGBTIQ* und politisch Andersdenkende schon die Regierungspolitik. Weltweit werden Minderheiten mehr und mehr verfolgt, stehen Aktivist*innen, die sich für Demokratie und Solidarität einsetzen, unter Druck.
Auch in Deutschland ist mit der AfD eine menschenfeindliche Agenda in die Parlamente eingezogen und Politiker*innen anderer Parteien versuchen, deren Wähler*innen durch Aufgreifen ihrer Themen und Übernahme von Forderungen für sich zu gewinnen. Zugleich unterhält die AfD Kontakte in alle Bereiche der extremen Rechten und agiert in Chemnitz und an anderenOrten als parlamentarischer Arm gewalttätiger faschistischer Straßenbewegungen. Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus sind auch hierzulande wieder erstarkt und Islamfeindlichkeit ist weit verbreitet. Musliminnen, die ein Kopftuch tragen, leiden besonders unter zunehmender Aggression im öffentlichen Raum.
Um den Internationalen Tag gegen Rassismus der UNO im März 2018 gab es in vielen Ländern Demonstrationen oder andere Aktionen, wie z.B. in Griechenland, Großbritannien, Frankreich, Irland, Deutschland, den Niederlanden, Österreich, Südkorea, Spanien. Gemeinsam wollen wir auch in diesem Jahr am 16. März 2019 weltweit zeigen: Zusammen sind wir stark – gegen Rassismus und Faschismus, überall!
In Deutschland stehen mit den Wahlen zum Europaparlament im Mai sowie Landtags- und Kommunalwahlen in mehreren Bundesländern wichtige Entscheidungen an. Wir wollen darauf Einfluss nehmen, welche politischen Kräfte in diesen Wahlen gestärkt werden. Es gilt, gemeinsam gegen die Rassist*innen und die extremeRechte, allen voran gegen die AfD, aufzustehen und deutlich zu machen:
Ihre Ideologie stammt aus der dunkelsten Vergangenheit. Sie haben kein Konzept zur Lösung der sozialen Spaltung unserer Gesellschaft, gegen Hungerlöhne und Altersarmut, gegen Wuchermieten und Ausgrenzung. Rassismus ist keine Alternative!
Wir treten ein für eine Gesellschaft, die Menschenrechte schützt. Dazu zählen gleiche Rechte für alle ebenso wie das Recht auf Arbeit, Wohnen, Gesundheit und Bildung. Unsere Alternative heißt Solidarität!
Dafür arbeiten wir mit Bewegungen weltweit zusammen. Gemeinsam rufen wir auf, am 16. März 2019 weltweit und auch in Deutschland in vielen Städten mit vielfältigen Aktionen, Demos, Kundgebungen, Stolperstein-Putzaktionen etc. zu zeigen, wofür wir stehen: Gegen Rassismus und Hass, für Solidarität in all unserer Vielfalt! Überall!

Eine Übersetzung dieses Aufrufs ins Arabische gibt es hier zum Download. Den internationalen Aufruf, auf den sich Bündnisse gegen Rassismus und Faschismus weltweit verständigt haben, dokumentieren wir hier auf deutsch und englisch >>