Die auf Korruptionsbekämpfung spezialisierte NGO Lobbycontrol, die sich derzeit vor allem mit der AfD beschäftigen muss, hat in einer jüngst publizierten Analyse eine erste Quantifizierung dieser Finanzströme vorgenommen. Das vorläufige Fazit lautet:

„Somit dürfte es sich bei der verdeckten AfD-Wahlwerbung um die wahrscheinlich größten intransparenten Geldflüsse der letzten Jahre zugunsten einer einzelnen Partei handeln.“ Vergleichbare Fälle von „Wahlwerbung durch Dritte“ seien Lobbycontrol „aus der jüngsten Vergangenheit nicht bekannt. Nicht schlecht für eine selbsternannte Saubermann-Partei, die es noch nicht mal in den Bundestag geschafft hat“.

Konkret seien es mindestens sechs Millionen Euro, die ab 2016 im Rahmen der vergangenen Landtagswahlen aufgewendet wurden, um die AfD in den Bundesländern parlamentarisch zu verankern. Hinzu kommen noch die aktuellen Aufwendungen für den Bundestagswahlkampf, die noch nicht gänzlich überblickt werden können. Lobbycontrol: „Die Kosten für die Plakate zur Bundestagswahl sind noch nicht eingerechnet.“

Millionen von Exemplaren der inoffiziellen AfD-Wahlzeitung Extrablatt, Tausende von Großflächenplakaten bezahlte der dubiose Verein in den Wahlkämpfen in Rheinland-Pfalz, Berlin, Baden-Württemberg, Saarland und Mecklenburg-Vorpommern. Hinzu kam noch eine kostspielige Anzeige in der Neuen Züricher Zeitung.

Telepolis: AfD: Die Masken fallen