Am 29. und 30. Juni 2019 findet die bundesweite Aktivenkonferenz von Aufstehen gegen Rassismus in Erfurt (in der Alten Parteischule, Werner-Seelenbinder-Straße 14) statt. Dazu sind alle herzlich eingeladen, die mit uns zusammen die nächsten Schritte im Kampf gegen Rassismus und insbesondere gegen die AfD auf den Weg bringen möchten.

Gemeinsam wollen wir auswerten und diskutieren: Wo steht die AfD nach den Europa- und Kommunalwahlen? Wo steht die Bewegung gegen einen Rechtsruck in Deutschland und Europa? Was lief gut und was können wir ganz konkret verbessern? Insbesondere geht es uns darum, von der Hetze der AfD unmittelbar betroffene Gruppen zu vernetzen und unterstützen sowie im Vorfeld der Landtagswahlen im September in Brandenburg, Sachsen und Thüringen Netzwerke von Antirassist*innen und Antifaschist*innen vor Ort zu stärken.

Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos. Zur besseren Planung sind wir allerdings auf Spenden angewiesen sowie auf verbindliche Anmeldungen. Weitere Infos dazu sowie zu Übernachtungsmöglichkeiten >>

Einladungsflugblätter für die Aktivenkonferenz kannst du hier bestellen >>

Die Aktivenkonferenz von Aufstehen gegen Rassismus ist außerdem hier auch auf Facebook.

Programm

Grußworte u.a. von Sandro Witt (DGB Hessen-Thüringen), Madeleine Henfling (MdL Bündnis90/Die Grünen Thüringen) und Martina Renner (MdB DIE LINKE)

Samstag, 29. Juni 2019

11 – 13 Uhr Vortrag und Diskussion

“Nach den EU- und Kommunal-Wahlen: Wo steht die AfD und was bedeutet das für uns?” mit Alexander Häusler (Forena – Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/ Neonazismus FH Düsseldorf)

Es ist zu befürchten, dass die AfD aus der Europa-Wahl und den in mehreren Bundesländern stattfindenden Kommunal-Wahlen gestärkt hervorgehen wird. Da sich zumindest bei der Listenaufstellung für das EU-Parlament die Kandidierenden des Höcke-Lagers häufig gegen die Konkurrenz durchsetzen konnten, könnte dies auch eine weitere Stärkung des offen neofaschistischen Flügels bedeuten.
Schon jetzt lässt die AfD keinen Zweifel an ihrer Absicht, allen, die ihrer Politik Widerstand entgegensetzen, die Arbeitsmöglichkeit zu nehmen. Kann ihr das gelingen? Was können wir dem entgegensetzen?

13.30 – 15 Uhr Workshop-Phase I

  1. “Die AfD in den Parlamenten: Schwerpunkte und Initiativen” mit Gerd Wiegel (Referent für Rechtsextremismus und Antifaschismus für die Linksfraktion im Bundestag)
    In den Parlamenten macht die AfD hauptsächlich durch Anfragen und Anträge Politik. Auf Bundesebene und in mehreren Ländern werden diese inhaltlich ausgewertet.
  2. “Die AfD auf der Straße: Extrem rechte Bündnisse”
    Nicht nur in Chemnitz, sondern überall in der Republik gibt es Beispiele für gemeinsame Aktionen von AfD und extrem rechten Akteuren bis hin zu militanten Nazis auf den Straßen.
  3. “Die AfD in den Betrieben: Herausforderung für Gewerkschaften und Betriebsräte” mit aktiven Gewerkschafter*innen und Vertrauensleuten
    Die AfD wird überproportional von Arbeitern (männlich) und auch von Mitgliedern der Gewerkschaften gewählt. Noch konnte sie bei Betriebsratswahlen daraus keinen Vorteil ziehen. Was ist zu erwarten, was ist zu tun?
  4. “AfD in Schule und Hochschule” mit Elina Stock von der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft)
    Zunehmend versucht die AfD durch massiven politischen Druck (Dienstaufsichtsbeschwerden, „Lehrerpranger“) inhaltlichen Einfluss auf Bildungsinhalte zu nehmen. An Schulen und Hochschulen treten rechte Kräfte mit gestärktem Selbstbewusstsein auf. Lehrende, Schüler*innen und Studierende haben Austausch-Bedarf.
  5. “Die AfD und ihr ideologisches Umfeld”
    Ob „Neue Rechte“, Identitäre oder Burschenschaften, die AfD streckt allen die Hand entgegen. Ob als Mitarbeiter*innen der Fraktionen oder durch persönliche Beziehungen, der Kontakt ist eng…

15.30 – 17 Uhr Workshop-Phase II

  1. “Wie kann ich eine AgR-Gruppe gründen, Gegenwehr auf der Straße organisieren?”
  2. “Stammtischkämpfer_innen-Ausbildung: Weiterentwicklung der Kampagne”
  3. “Stammtischkämpfer*innen-Ausbildung: Einführungsworkshop zum Kennenlernen
  4. “Wahlkampf in Sachsen: Wer, was, wo?
    In diesem Workshop wollen wir uns auf die bevorstehende Landtagswahl in Sachsen „einstimmen“ und über mögliche Unterstützung für einen politische Spektren übergreifenden antirassistischen Wahlkampf auch aus anderen Bundesländern sprechen. Welche Herausforderungen erwarten uns, was können wir der AfD gemeinsam entgegensetzen?
  5. “Wahlkampf in Brandenburg und Thüringen”
    Wie können wir über Sachsen hinaus konkrete Unterstützung in den LTW anbieten? Eine Möglichkeit könnten regionale Kooperationen (Berlin – Brandenburg/ Hessen/Thüringen) sein.

18 Uhr Podiumsveranstaltung mit internationalen Gästen

“Die extreme Rechte in Europa” mit 

  • Judith Amler (Attac)
  • David Albrich (Plattform für eine menschliche Asylpolitik in Österreich)
  • Anikó Orsós (European Roma Rights Centre, Ungarn, angefragt)
  • Martin Schirdewan (MdEP GUE/NGL)

Sonntag, 30. Juni 2019

10 – 11.30 Uhr Workshop-Phase III

  1. „Gründung überregionaler Partnerschaften zu den Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen“
    Hier sollen sich jeweils Kooperationspartner*innen für den betreffenden Landtagswahlkampf finden und verabreden können
  2. Der Kampf gegen AfD und extreme Rechte an den Hochschulen mit Alhussain Murad (SDS Leipzig und Referent für ausländische Studierende beim StuRa der Universität Leipzig) und NN (Jusos)
  3. „Austausch und Vernetzung von Rassismus betroffener Gruppen“ mit Rima Hanano (CLAIM – Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit) und anderen
  4. „Austausch zivilgesellschaftlicher Organisationen, die von der AfD auf Kommunal- und Bundesebene angegriffen werden“

12 – 13 Uhr Abschlusspodium

Auswertung und Ausblick sowie Verabschiedung einer Abschlusserklärung